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Mehr Eigenverantwortung in der Oberstufe

Veröffentlicht am 16.01.2019, 20:11 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

SPD-Landtagsfraktion legt Vorschläge zur Erweiterung des Regierungsdiskurses vor

 

Zum Schuljahr 2008/09 wurde in Schleswig-Holstein die Profiloberstufe eingeführt. Leistungskurse wurden abgeschafft, stattdessen wird seitdem in Profilen unterrichtet. Weil sich der Wechsel vom Kurssystem zu Profilklassen nicht durchgehend als Erfolg erwiesen hat, startete die Landesregierung einen Diskussionsprozess zur Neugestaltung der Oberstufe. Diesen möchte die SPD nun mit eigenen Vorschlägen ergänzen. Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter aus Reinbek und bis zu seinem Einzug in den Landtag selbst Gymnasiallehrer: „Wir wünschen uns mehr Wahlmöglichkeiten, mehr Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktsetzung und mehr Eigenverantwortung für die Schülerinnen und Schüler.“

Unterricht im Klassenverband sei weniger altersangemessen als solcher in Kursen, findet Habersaat. Zuweilen sei unklar, warum bestimmte Fächer eigentlich dem Profil zugeordnet werden, eine intensive Ausrichtung aller beteiligten Fächer auf das Profil sei nicht die Regel. Habersaat: „Der von der Landesregierung gewählte Zeitpunkt für eine Diskussion über die Neugestaltung der Oberstufe ist günstig. Der doppelte Abiturjahrgang an den Gymnasien hat die Schulen 2016 verlassen. Bis die neuen G9-Jahrgänge in einigen Jahren die Oberstufe erreicht haben, besteht die Chance, nicht einfach zum alten G9-System zurückzukehren, sondern die Oberstufe an Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und beruflichen Gymnasien neu und besser aufzustellen.“

Die SPD wünscht sich einen breiten Diskussionsprozess zur Neugestaltung der Oberstufe. Das umfasst eine Beteiligung von Schulen -mit Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern-  sowie Hochschulen ebenso wie Debatten im Landtag und im Bildungsausschuss des Landtags. Einige Ideen der Landesregierung (z.B. Informatik als Profilfach, Reformbedarf beim Sprachprofil) werden von den Sozialdemokraten unterstützt, die sich aber generell eine umfangreichere Diskussion wünschen und „nicht nur das Drehen an kleinen Stellschräubchen“.

Habersaat: „Wir haben deshalb eigene Vorschläge ebenso wie solche von GEW und Philologenverband auf Bundesebene zusammengetragen und legen diese als zusätzliche Diskussionsgrundlage dem Landtag vor. Wichtig sind uns aus Sicht der Schülerinnen und Schüler vor allem die Stärkung der Wahlmöglichkeiten, die auch individuelle Wiederholungen oder Vertiefungen beinhalten, die Idee vom ‚Abitur im eigenen Takt‘ und der zusätzliche Raum für Praktika, Auslandsaufenthalte und projektorientierten Unterricht. Für die Persönlichkeitsentwicklung liegen hier mehr Möglichkeiten als im Klassenraum. Für die Lehrkräfte wünschen wir uns bei einer Rückkehr zum Tutorensystem feste Tutorenstunden, die auf die Unterrichtsverpflichtung angerechnet werden.“

 

Link zum SPD-Antrag:

http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/drucks/01100/drucksache-19-01150.pdf

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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