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Diskriminierung durch Notenverbot?

Veröffentlicht am 14.02.2019, 18:44 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Kritik an Priens Neufassung der Zeugnisverordnung:

Bildungsministerin Prien ist eine Freundin von Noten. Bei den Grundschulen hat sie die Notenzeugnisse ab der dritten Klasse wieder verpflichtend eingeführt, auch sonst lässt sie keine Gelegen


Für eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern -solche mit sonderpädagogischem Förderbedarf - wurden Noten jetzt allerdings verboten. Das sorgt für Widerspruch. Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Ich sehe Noten deutlich kritischer als Frau Prien, aber eigentlich geht es hier nicht um Noten. Es geht um Diskriminierung.“ Unterstützung kommt von der GEW, Lehrkräften und Eltern.

Die GEW setzt sich seit langem für eine notenfreie Grundschule ein, um Kinder nicht zu beschämen und individuelle Leistungen aller Kinder bestmöglich zu beurteilen. Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, müsse im gemeinsamen Unterricht aber eine vergleichbare Beurteilungsform für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse möglich sein, sagt GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke.

In einem Kurzbeitrag machte Martin Habersaat in der Landtagsdebatte die Haltung der SPD deutlich. Er ärgerte sich über Beiträge aus CDU (Anette Röttger) und FDP (Anita Klahn), die der SPD eine unklare Haltung zu Noten vorwarfen.   

 

Hier der Beitrag im Wortlaut:

„Meine Damen und Herren, ja, die SPD ist eigentlich gegen die Noten, und heute ist sie dafür - wie witzig! Das ist intellektuell scharf herausgearbeitet. Wir reden allerdings heute gar nicht über Noten, sondern wir reden über Diskriminierung.

Diskriminierung gibt es im Guten wie im Schlechten. Ich will das didaktisch reduziert einmal an einigen Beispielen klarmachen: Wenn ich als Lehrkraft mit einem Tablett voller Kuchen in die Klasse komme und sage: ‚Liebe Kinder, ich habe ein Stück Kuchen für jeden von euch - außer für dich, Anita!‘, dann ist das Diskriminierung.

Wenn ich jetzt aber sage: ‚Liebe Kinder, wir brauchen für ein Schulfest ganz viele Kuchen, bitte backt zuhause einen Kuchen und bringt alle einen Kuchen mit - außer Anita, du nicht!‘, ist das auch Diskriminierung. Und wenn ich sage: ‚Liebe Kinder, ich brauche eure Hilfe, wir müssen Bücher tragen, kommt alle mal mit - ach nee, Anette, du nicht, nur alle anderen!“, ist das Diskriminierung.

Und wenn ich als Ministerin sage: ‚Es gibt nichts Tolleres als Noten auf der Welt, und alle Kinder sollen Noten haben - außer ihr, ihr lieber nicht!‘, dann ist das Diskriminierung.“

 

Landtagsrede von Kai Vogel (SPD) zum selben Thema:

https://www.spd-fraktion-sh.de/2019/02/13/keine-beurteilung-zweiter-gueteklasse/

 

 

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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